Die Ägyptischen Bildhaften Metaphysischen Darstellungen/Schriften

Die Ägyptischen Bildhaften Metaphysischen Darstellungen/Schriften

 

Die Bildsprache der alten Ägypter, die eine große Anzahl von Bildsymbolen umfasst, wird gewöhnlich „Hieroglyphen“ genannt. Das Wort „Hieroglyphe“ bedeutet „Heilige Schrift“ (hieros = heilig, glyphein = einritzen). Die Hieroglyphenschrift wurde in den ägyptischen Tempeln bis ungefähr 400 n. Chr. verwendet.

Jede bildliche Darstellung ist mehr wert als 1000 Worte – stellt sie doch die Funktion oder das Prinzip auf allen Ebenen gleichzeitig dar – von der einfachsten, offensichtlichsten physischen Manifestation dieser Funktion bis zur abstraktesten und metaphysischsten. Diese symbolische Sprache stellt eine Fülle von physischen, physiologischen, psychologischen und spirituellen Informationen in den dargestellten Symbolen dar.

Das metaphorische und symbolische Konzept der Hieroglyphen wurde von allen frühen Autoren, die hierzu etwas schrieben, wie Plutarch, Diodor, Clemens, usw. einstimmig anerkannt.

  • In seiner Abhandlung über Isis und Osiris, die eine der aufschlussreichsten Quellen für unser Verständnis der ägyptischen religiösen Vorstellungen ist, erwähnt Plutarch die Hieroglyphen und ihre metaphorische und allegorische Bedeutung an mehreren Stellen. In seiner Moralia, Buch V, sagt Plutarch:“Das Baby ist das Symbol des In-die-Welt-Kommens und der alte Mann das Symbol dafür, sie zu verlassen und durch den Habicht zeigen sie Gott, durch den Fisch Hass und durch das Nilpferd Schamlosigkeit. “

Plutarch betonte, wie alle klassischen Schriftsteller seiner Zeit, die metaphysische Absicht als einziges Prinzip der Hieroglyphenschrift, die ein bildlicher Ausdruck der göttlichen Ideen und des heiligen Wissen ist.

Plutarch führte eine umfangreiche Anzahl von aufstrebenden Griechen auf, die zu verschiedenen Zeiten Ägypten besuchten. Unter ihnen erwähnte er Pythagoras, dessen Bewunderung und Abhängigkeit von “den symbolischen und okkulten Lehren der Ägypter“ hervorgehoben und illustriert wird durch einen Vergleich der allegorischen Methode, die in den sogenannten Pythagoreischen Vorschriften verwendet wird, und „den Schriften, die Hieroglyphen genannt werden“.

  • Chaeremon lebte in Alexandria, bevor er nach Rom ging, wo er ab 49 n.Chr. der Lehrer von Nero war. Chaeremon beschrieb in seinen Büchern19 hieroglyphische Zeichen, gefolgt von einer Erklärun der allegorischen Bedeutung jeder einzelnen davon.
  • Diodor von Sizilien, erklärte in seinem Buch I:

Ihre – der Ägypter – Schrift drückt nicht das beabsichtigte Konzept durch die Bedeutung aneinandergereihter Silben aus, sondern durch die Bedeutung der Objekte, die kopiert wurden und durch deren übertragene Bedeutung, die dem Gedächtnis durch Übung eingeimpft wurde. Zum Beispiel zeichnen sie das Bild eines Habichts, eines Krokodiles … und dergleichen. Nun bedeutet der Habicht für sie alles, was schnell geschieht, da dieses Tier praktisch das schnellste geflügelte Wesen ist. Und das das dargestellte Konzept wird dann durch die entsprechende metaphorische Übertragung auf alle schnellen Dinge übertragen und auf alles, wofür Schnelligkeit angemessen ist, gerade so als ob sie benannt worden wären. Und das Krokodil ist ein Symbol für alles, was böse ist.“

  • Clemens von Alexandria berichtete etwa 200 n.Chr. über die Hieroglyphen. Die metaphorischen und allegorischen Qualitäten der Hieroglyphen sind gleichzeitig ausdrücklich erwähnt und seine Beispiele sind in der gleichen symbolische Art und Weise wie die von früheren Autoren dargelegt.
  • Die beste Beschreibung kam von Plotin, der in den Enneaden [Buch V-VI] schrieb:

Die Weisen von Ägypten benutzten, entweder durch wissenschaftliches oder angeborenes Wissen, wenn sie etwas mit Bedacht betonen wollten, nicht die Buchstabenform, die einer Reihenfolge von Wörtern und Präpositionen folgte und einen Klang imitierten für die Kundgebungen philosophischer Aussagen, sondern sie zeichneten Bilder und Inschriften in ihre Tempel, ein bestimmtes Bild für ein bestimmtes Ding, sie manifestierten die Nicht-Diskursivität der verständlichen Welt, das heißt, das jedes Bild eine Art von Wissen und Weisheit ist und Gegenstand einer Aussage, all dies in einem, und weder ein Diskurs noch eine Erwägung.

Aber [erst] anschließend entdeckten [andere], ausgehend von seiner konzentrierten Einheit, eine Darstellung von etwas anderem, was sich bereits entfaltet hatte, und sprachen weitschweifig und erklärten die Gründe, warum Dinge so sind, sodass, weil das was ins Dasein getreten ist, so wunderschön angeordnet ist, wenn irgendjemand wüsste, wie man dies bewundern sollte, würde er seine Bewunderung über diese Weisheit ausdrücken, die nicht selbst die Gründe kennt, warum die Substanz so ist, wie sie ist, und gibt sie den Dingen, die ihr gemäß gemacht worden sind.

Ägyptische Hieroglyphen erscheinen möglicherweise als etwas unnötig Beschwerliches, das die ägyptischen Priester “erfunden” haben, um Geheimnisse von anderen Menschen fern zu halten. Tatsache ist, dass solche Vorstellungen auf jeden Fall weit von der Wahrheit entfernt sind. Die Erläuterungen werden zeigen, dass das Konzept von Bilddarstellungen – in den ägyptischen Hieroglyphen – der gemeinsame Nenner zwischen allen menschlichen Wesen überall und den göttlichen Kräften des Universums sind.

 

[Ein Auszug aus dem Buch “Die metaphysische Sprache der ägyptischen Hieroglyphen” von Moustafa Gadalla]

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