{"id":11281,"date":"2019-03-05T09:46:54","date_gmt":"2019-03-05T14:46:54","guid":{"rendered":"https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/die-alten-agypten-christlichen-feiertage\/"},"modified":"2022-12-25T11:14:15","modified_gmt":"2022-12-25T16:14:15","slug":"die-alten-agypten-christlichen-feiertage","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/hi\/die-alten-agypten-christlichen-feiertage\/","title":{"rendered":"Die alten \u00e4gyptischen\/christlichen Feiertage"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\">Die Alten \u00c4gyptischen\/Christlichen Feiertage<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>1. Das Letzte Abendmahl<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Fr\u00fcher, als wir die Allegorie Isis und Osiris pr\u00e4sentierten, haben wir gesehen, wie Ausar von Set (Seth) zu einem Festmahl eingeladen wurde bei dem Set und seinen Komplizen Ausar \u00fcberlistet haben, damit er sich in einen behelfsm\u00e4\u00dfigen Sarg legte, den sie schlossen und versiegelten und in den Nil warfen. Set wurde der neue Pharao w\u00e4hrend der Sarg ins Mittelmehr trieb. Das Datum f\u00fcr dieses symbolische Ereignis nennt uns Plutarch (<em>Moralia<\/em>; <em>Vol. V<\/em>, 356):<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><strong>&#8230; Und die, die eingeweiht waren, rannten zu ihm hin und schlugen den Deckel zu, den sie von au\u00dfen zunagelten. \u2026Sie sagen auch, dass das Datum an dem diese Tat begangen wurde, der 17. Tag des Athor war (27. November), als die Sonne im Skorpion stand.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Ereignisse des 17. Hatoor\/Athor (27. November), wie Plutarch berichtet, haben alle Elemente des letzten Abendmahls von Jesus, d.h. einer Verschw\u00f6rung, einem Festmahl, Freunden und Verrat. Der <em>Verlust<\/em> von Ausar (Osiris) wird heute beim<em> Abu Sefein<\/em> <em>Festival<\/em> in \u00c4gypten am selben Tag und in derselben Tradition gefeiert, d.h. mit einem gro\u00dfen Festessen gefolgt von einem 40-t\u00e4gigen Zeitraum des symbolischen Todes durch Fasten und andere Disziplinarma\u00dfnahmen..<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">28 Tage nach dem Letzten Abendmahl erfolgt die Geburt des erneuerten K\u00f6nigs am 25. Dezember.<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>40 Tage nach dem Letzten Abendmahl ist Epihanie (6. Januar).<\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>2. Advent Und Weihnachten<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Ausars Leben ist ein Symbol f\u00fcr den Mond und wird mit dessen 28-t\u00e4gigem Zyklus assoziiert (4 Wochen). Dies hallte sp\u00e4ter nach im Christlichen Advent (Lateinisch Advenio, was bedeutet: <em>zu jemandem kommen<\/em>). Die<em> katholische<\/em> <em>Enzyklop\u00e4die<\/em> gibt zu, dass <em>\u201eAdvent eine Periode ist, die vier Sonntage umfa\u00df. Der erste Sonntag ist fr\u00fchestens am 27. November und dann hat der Advent 28 Tage.\u201c<\/em> Wie schon festgestellt, ist der 27.November der Tag des symbolischen <em>Letzten Abendmahles<\/em>, des <em>Todes<\/em> und des <em>Verlustes von Ausar<\/em>.<\/p>\n<p>Der 28-Tage-Zyklus von Ausar und seiner Beziehung zu den Prinzipien der Regeneration wird nett dargestellt in der ber\u00fchmten Szene der Wiederauferstehung des Weizens, der Ausar mit 28 Weizenstengeln zeigt, die aus seinem Sarg heraus wachsen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/image172.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-138 aligncenter\" src=\"https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/image172.jpg\" alt=\"\" width=\"191\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Kirchenjahr beginnt in den westlichen Kirchen mit dem Advent. Laut der <em>Katholischen Ezyklop\u00e4die \u201esind die Gl\u00e4ubigen w\u00e4hrend dieser Zeit ermahnt\u201c<\/em>:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u2022 Sich selbst angemessen vorzubereiten, um den Geburtstag des Herrn zu feiern, der in diese Welt kommt als der inkarnierte Gott der Liebe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u2022 Ihre Seelen vorzubereiten als Wohnsitz f\u00fcr den Erl\u00f6ser, der in der Heiligen Kommunion erscheint und durch die Gnade und<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u2022 Sich selbst bereit zu machen f\u00fcr sein letztes Erscheinen als Richter, als Tod und als das Ende der Welt.<\/p>\n<p>Alle diese Elemente stammen urspr\u00fcnglich aus dem Alten \u00c4gypten. Solche Traditionen wurden beobachtet w\u00e4hrend (und basieren auch tats\u00e4chlich darauf) den j\u00e4hrlichen Feiern des alten \u00c4gyptischen K\u00f6nigs, besser bekannt als das <strong>Sed<\/strong> (oder das <strong>Heb-Sed<\/strong>) Fest, das immer im Monat Kee-hek (Khoiakh, d.h. Dezember) jeden Jahres gefeiert wird. Dieses Datum f\u00fcr das Fest stammt aus urdenklichen Zeiten und wird die ganze Geschichte \u00c4gyptens hindurch gefeiert.<\/p>\n<p>Die Absicht dieses j\u00e4hrlichen Ereignisses war die Erneuerung\/Verj\u00fcngung der \u00fcbernat\u00fcrlichen Kr\u00e4fte des K\u00f6nigs. Diese Rituale zielten darauf ab, dem K\u00f6nig neue Lebenskr\u00e4fte zu \u00fcbertragen, d.h. der symbolische Tod und die symbolische Wiedergeburt des regierenden K\u00f6nigs. In den alt\u00e4gyptischen Traditionen wird dieses Konzept der fortlaufenden Kraft (zwischen dem alten und dem neuen) passend dargestellt im Ausar Tempel in Abtu (Abydos), wo Heru aus Ausar heraus geboren wird nach dem Tod von Ausar. Das erkl\u00e4rt die Bedeutung des Sprichwortes: <em>Der K\u00f6nig ist tot \u2013 Lang lebe der K\u00f6nig<\/em>.<\/p>\n<p>In den alt\u00e4gyptischen Traditionen kehrt dieser Geburtstag\/die Verj\u00fcngung des neuen\/erneuerten K\u00f6nigs symbolisch alle 28 Tage wieder \u2013 immer nach dem 27. November, dem symbolischen Tag des Letzten Abendmahles und Ausars <em>Todes<\/em> \u2013 und zwar am 25. Dezember. Der christliche Kalender feiert denselben Tag als die Geburt (Wiedergeburt) des neuen K\u00f6nigs namens Jesus, der in der ganzen Bibel als K\u00f6nig dargestellt wird. Dieser 28-t\u00e4gige-Zyklus bedeutet die Ankunft des <em>K\u00f6nigs<\/em> \u2013 und zwar sowohl im Alten \u00c4gypten als auch in den christlichen Traditionen.<\/p>\n<p>Alle diese Elementen werden in der <em>katholischen Enzyklop\u00e4die<\/em> erw\u00e4hnt, die wir schon zuvor besprochen haben. Sie konkurrieren hierbei mit ihren \u00e4gyptischen Ursp\u00fcngen, wobei Ausar (Osiris) als Heru (Horus) inkarniert und Ausar der Richter der Toten ist.<\/p>\n<p>Aufgrund des absoluten Mangels ans historischen und arch\u00e4ologischen Beweisen, die den biblischen Bericht von Jesus st\u00fctzen k\u00f6nnten, wendeten sich die Kirchenv\u00e4ter nach \u00c4gypten und holten sich einige Daten von der Liste, die Clemens von Alexandria verfasst hat. Diese Liste nennt verschiedenen Daten: 25 Pachon (20.Mai), 24 oder 25 Pharmuthi (19 oder 20. April). Clemens hat jedoch angedeutet, dass Epiphanie und damit vermutlich die Geburt Christi am 15. oder 11. Tobi (10. oder 6. Januar) gefeiert wurde. Der 6. Januar ist nachweislich von verschiedenen Kirchen im Mittelmeerraum \u00fcbernommen worden. Der 25. Dezember kam erst sp\u00e4ter &#8211; und basierte auf dem Julianischen Kalender, der 13 Tage hinter dem 6. Januar liegt.<\/p>\n<p>[Siehe die Erkl\u00e4rung der 13-Tage-Differenz im Anhang E des Buches &#8220;<em>\u00c4gyptische Mystiker: Sucher des Weges&#8221;<\/em> von Moustafa Gadalla.]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>3. Der Neujahrstag Des K\u00f6nigs (1. Januar)<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Wie zuvor aufgef\u00fchrt, erstreckten sich die typisch \u00e4gyptischen Feste auf eine 8-Tage-Woche. Daher hat das Erneuerungsfest des \u00c4gyptischen K\u00f6nigs vom 25. Dezember (nach dem Julianischen Kalender) seinen H\u00f6hepunkt 8 Tage sp\u00e4ter, also am 1. Januar \u2013 dem Neujahrstag des verj\u00fcngten K\u00f6nigs. Am 22. Keehek\/Khoiakh (1. Januar), w\u00e4hrend der j\u00e4hrlichen Festivit\u00e4ten, wurde eine besondere Zeremonie abgehalten: eine zeremonielle Reise \u2013 angef\u00fchrt vom Bildnis des Ausar (Osiris) und begleitet von den 34 Abbildern von Gottheiten in 34 kleinen Booten, beleuchtet von 365 Kerzen, die die Tage des Jahres repr\u00e4sentierten.<\/p>\n<p>Als Julius C\u00e4sar 48 BCE nach \u00c4gypten kam, beauftragte er den Astronomen Sosigenes aus Alexandria, einen Kalender f\u00fcr das R\u00f6mische Reich einzuf\u00fchren. Daraus resultierte der Julianische Kalender mit 365 Tagen pro Jahr und 366 Tagen bei jedem Schaltjahr. Der r\u00f6mische (Julianische) Kalender war buchst\u00e4blich geeignet f\u00fcr einen K\u00f6nig. Die ersten Tage des Jahres waren die Kr\u00f6nungsfeierlichkeiten f\u00fcr den \u00c4gyptischen K\u00f6nig und das Ende der j\u00e4hrlichen Feiern war das Heb-Sed Fest.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>4. Epiphanie (Heilige Drei K\u00f6nige, 6. Januar)<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>40 Tage nach dem \u00e4gyptischen Letzten Abendmahl (27. November) und dem Tod des Ausar (Osiris) war\/ist die Epiphanie am 6. Januar, die sp\u00e4ter in den Christlichen Kalender \u00fcbernommen wurde mit demselben Ziel.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df den alt\u00e4gyptischen Traditionen war der urspr\u00fcngliche Zweck der Epiphanie in der \u00d6stlichen Kirche der, getauft zu werden \u2013 das Sakrament der Taufe. Wie schon zuvor gesagt, stellt die Taufe einen symbolischen Tod und eine Wiedergeburt dar. Ein Wiedergeburtszyklus umfa\u00dft gew\u00f6hnlich 40 Tage (vom 27. November bis 6. Januar). Am Ende des Zyklus badeten die Menschen im Nil (Taufe) und das Fasten ist gebrochen. Die guten Tage sind zur\u00fcck.<\/p>\n<p><em>Baladi-\u00c4gypter<\/em> (die gezwungen wurden Moslems zu werden) setzten diese Feiern fort, weil es eine alt\u00e4gyptische Tradition ist, die sp\u00e4ter von den Christen \u00fcbernommen wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>5. Fastenzeit<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Die Fastenzeit beschreibt eine 40-T\u00e4gige-Periode die der Osterwoche vorangeht. Man mu\u00df (symbolisch) sterben, um dann (symbolisch) wiedergeboren zu werden. Die Fastenzeit repr\u00e4sentiert den fig\u00fcrlichen Tod vor der Wiedergeburt.<\/p>\n<p>Fastenzeit und Ostern gab es schon in vorchristlicher Zeit, wie unten noch erkl\u00e4rt wird. Die Fastenzeit war urspr\u00fcnglich die Zeit der Vorbereitung der Kandidaten f\u00fcr das Taufritual in der Osternacht. Das Taufritual wurde in den heiligen Seen der Alt\u00e4gpytischen Tempel an den Ufern des Nils durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>6. Ostern<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Es ist eine bekannte Tatsache, dass das Christliche Osterfest kein historisches Ereignis war, sondern ein Fest, dass schon vor dem Christentum exisitierte. Das Webster\u2019s dictionary beschreibt Ostern als <em>\u201eName des heidnischen Fr\u00fchlingsfestes, das beinahe zeitgleich mit dem Osterfest der Kirche stattfindet.\u201c<\/em> Das sogenannte \u201e<em>Heidnische\u201c<\/em> Fest ist das \u00c4gyptische Ostern. Im \u00e4gyptischen (und sp\u00e4ter christlichen) Kalender ist Ostern der Mittelpunkt des gr\u00f6\u00dferen Teils des Kirchenjahres \u2013 von der Septuagesima bis zum letzten Sonntag nach Pfingsten, der Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam und allen anderen beweglichen Feiertagen \u2013 weil sie alle an das Osterfest gebunden sind.<\/p>\n<p>Ostern zu zelebrieren ist ein Eckstein auf den der christliche Glaube gebaut ist. Obwohl die Apostel es nicht erw\u00e4hnt haben, weil es die Fortf\u00fchrung eines existierenden j\u00fcdischen Feiertages war (Passahfest), das wiederum eine Adaption des Alt\u00e4gyptischen Fr\u00fchlingsfestes war.<\/p>\n<p>Alt\u00e4gyptische Aufzeichnungen zeigen, dass dieses Fr\u00fchlingsfest schon vor \u00fcber 5000 Jahren exisitierte. Sein Zweck war die Erneuerung der Natur, wenn das Leben in die Welt zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt, stellt Ausar (Osiris) den nat\u00fcrlichen Kreislauf des Universums dar, das Prinzip, das das Leben aus dem scheinbaren Tod zur\u00fcckkehren l\u00e4\u00dft. Daher hat man Ausar mit dem Fr\u00fchling identifiziert \u2013 dem Tag, an dem man glaubte, dass er von den Toten auferstanden sei. Vor \u00fcber 5000 Jahren \u00fcbernahmen die alten \u00c4gypter einen Nationalfeiertag, der am Ende des 8-t\u00e4gigen Festes kam. Gem\u00e4\u00df der \u00e4gyptischen Allegorie starb Ausar (Osiris), wurde begraben und verschwand dann am f\u00fcnften Tag \u2013 Freitag Abend. Sie nannten diesen Tag den <em>Verlust von Ausar<\/em>. Ausar wurde drei Tage sp\u00e4ter wieder auferweckt, d.h. am Sonntag, als der Richter (K\u00f6nig) der Toten.<\/p>\n<p>Genau wie im Fall des \u00e4gyptischen Ausar (Osiris), spiegelt das christliche Osterfst die \u00dcberzeugung, dass Christus starb, begraben wurde und danach am Freitag verschwand und drei Tage nach seinem Tod, am Sonntag, wieder auferstanden ist. Es ist der gl\u00fccklichste Tag im christlichen Kalender.<\/p>\n<p>Das Osterfest dauert genau wie andere \u00e4gyptische Feste 8 Tage (was die Christen eine Heilige Woche nennen: vom Palmsonntag bis Ostersonntag). Die alt\u00e4gyptische Heilige Woche wird gefolgt vom Ostermontag, die in \u00c4gypten <em>Sham en Neseem<\/em> genannt wird. Dies ist nur der offizielle Name des Nationalen Feiertages, der ununterbrochen \u00fcberliefert wurde seit den alt\u00e4gyptischen Zeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>7. Himmelfahrt<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>In der alt\u00e4gyptischen Tradition braucht der Geist des Verstorbenen 40 Tage, um sich komplett vom K\u00f6rper zu l\u00f6sen und zum Himmel aufzufahren. Demgem\u00e4\u00df dauert die Mumifizierung 40 Tage. \u00c4hnlich feiert der christliche Kalender Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern mit der \u201e<strong>K\u00f6rperlichen Aufnahme Jesu in den Himmel 40 Tage nach seiner Auferstehung<\/strong>.\u201c<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\">8. Das \u00c4gyptische Pfingstfest<\/span><\/h3>\n<p>Das j\u00e4hrliche Fest <em>der Apostel (Propheten)<\/em> wird in \u00c4gypten 50 Tage nach Ostern abgehalten. \u00c4hnlich im Christlichen Kalender, wo die Gl\u00e4ubigen 50 Tage nach Ostern das Pfingstfest feiern. Pfingsten feiert \u201e<em>das Herabkommen des Heiligen Geistes auf die Apostel<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Dieses Fest ist alt\u00e4gyptischen Ursprungs. Pfingsten bezeichnet die Periode des <em>Khamaseen<\/em> (der 50), wenn die s\u00fcdlichen hei\u00dfen und roten Sandst\u00fcrme und Winde am h\u00e4ufigsten auftauchen. Dieses j\u00e4hrliche Ereignis beginnt am Tag der direkt dem Karfreitag folgt, d.h. dem Oster (Licht) Sonntag und endet am Pfingsttag (oder Wei\u00dfen Sonntag) &#8211; einem Zeitraum von 50 Tagen.<\/p>\n<p>Dieses Pfingstfest ist angelehnt an die alt\u00e4gyptische Geschichte von Auset (Isis) und Ausar (Osiris). Die 50-t\u00e4gige Periode stellt die unterdr\u00fcckende Herrschaft des Set dar, nachdem Ausar entthront worden war. Set repr\u00e4sentiert die Farbe rot und das bedr\u00fcckende Wetter, das trocken, feurig und wasserarm ist. Im Grunde repr\u00e4sentiert Set die hei\u00dfen roten Staubwolken \u2013 <em>Khamaseen<\/em>.<\/p>\n<p>Die Allegorie geht damit weiter, dass Heru (Horus) sobald er erwachsen ist, Set im Kampf um den Thron herausfordert. Nach einigen K\u00e4mpfen zwischen ihnen gingen sie zum Rat der 12 Neteru (G\u00f6tter), damit sie festsetzten, wer herrschen sollte. Der Rat entschied, dass Ausar\/Heru den \u00e4gyptischen Thron wiedererlangen sollte und Set sollte \u00fcber die W\u00fcste\/das \u00d6dland herrschen. In Wetterbegriffen erkl\u00e4rt, endete dieser Rat 50 Tage nach dem bedr\u00fcckenden Wetter (<em>Khamaseen<\/em>). Der Tag des Urteilsspruches der Neteru\/Apostel\/Propheten wurde zum Wei\u00dfen Sonntag erkl\u00e4rt, was bedeutete, dass die 50 roten Tage vor\u00fcber waren und alles wieder klar war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>9. Verwandlung Des Horus\/Christus<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Nachdem Ausar (der biblische Jesus) in den Himmel aufgefahren war, begann seine Frau Auset zu weinen. Das Ende des 11. der \u00e4gyptischen Monate von Ba-oo-neh (18. Juni) wird \u201e<em>Leylet en-Nuktah<\/em>\u201c genannt oder die \u201eNacht der Tr\u00e4nen\u201c, da es an die ersten Tropfen erinnern soll, die in den Nil fielen und das j\u00e4hrlichen Hochwasser beginnen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>50 Tage nach Ausets (Isis) ersten Tr\u00e4nen (am 17. Juni), d.h. am 6. August, feierten die Alten \u00c4gypter die Wiederkehr von Ausar (Osiris) in Form des auferstandenen Heru (Horus). Dies wurde von Plutarch in seiner <em>Moralia<\/em> (Vol. V, 372,52B) best\u00e4tigt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em><strong>In den heiligen Liedern des Osiris rufen sie ihn an, der versteckt ist in den Armen der Sonne; und am 13. Tag des Monats Epiphi (6. August) feiern sie den Geburtstag des Auge des Horus, zu der Zeit, wenn der Mond und die Sonne in einer geraden Linie stehen, da sie nicht nur den Mond sondern auch die Sonne als das Auge und Licht des Horus betrachten.<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Dies ist identisch mit den sp\u00e4teren christlichen Behauptungen der Verkl\u00e4rung Jesus, die von der Orthodoxen Kirche am 6. August gefeiert wird. Dieser Feiertag erinnert an \u201edie Enth\u00fcllung der G\u00f6ttlichkeit Jesu an Petrus, Jakob und Johannes\u201c.<\/p>\n<p>Diese alt\u00e4gpytische Tradition wird versteckt fortgef\u00fchrt in der Mouled von <em>El-Desouki<\/em>, in der Stadt Desouk am \u00f6stlichen Ufer des Westarmes des Nils. El-Desouki ist bekanntn als <em>Abu-el-e-nane<\/em> (\u201evon den zwei Augen\u201c), genau wie <em>Heru (Horus), dem \u201e\u00c4ltesten der Zwei Augen\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Dieses j\u00e4hrliche \u00e4gyptische Fest wird von den besten magischen Spielen (Weissagungen) \u00c4gyptens angef\u00fchrt, die zu der sp\u00e4teren christlichen Feier passen, dessen Hauptthema die \u201cEnth\u00fcllung der G\u00f6ttlichkeit Jesu\u201d ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>10. Unsere Liebe Frau Meriam (Mari\u00e4 Himmelfahrt)<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Der 15. August ist in vielen L\u00e4ndern der Nationalfeiertag zur Erinnerung an die Himmelfahrt der Jungfrau Maria nach ihrem Tod. Am selben Tag feiern die \u00c4gypter seit undenklichen Zeiten ein \u00e4hnliches Fest, das sich auf den symbolischen Tod der alt\u00e4gyptischen \u201eJungfr\u00e4ulichen Mutter\u201c bezieht \u2013 genannt \u201eBraut des Nils\u201c.<\/p>\n<p>Im alt\u00e4gyptischen Kontext ist die \u201e<em>Braut des Nils<\/em>\u201c Auset (Isis), die Jungfr\u00e4uliche Mutter und der Flu\u00df Nil ist ihr Seelengef\u00e4hrte Ausar (Osiris). Am 15. August gedenken die alt\u00e4gyptischen Feste dem Ende der 50-t\u00e4gigen Regenperiode in \u00c4thiopien, die die j\u00e4hrliche \u00dcberschwemmung des Nils verursacht.<\/p>\n<p>Die \u00c4gypter assoziieren den Beginn der j\u00e4hrlichen Flutzeit mit Auset (Isis), die um ihren Seelengef\u00e4hrten Ausar (Osiris) weinte, nachdem er 40 Tage nach seinem Tod den Himmel aufgefahren war. Die \u00c4gypter setzten Ausets erste Tr\u00e4ne mit dem Beginn des Anstieg des Niles gleich. Auset weinte weiter und w\u00fcnschte sich, dass der leblose Ausar sich wieder erheben m\u00f6ge. \u201e<em>Die Weinende Witwe<\/em>\u201c wurde in \u00c4gypten zur \u201eDame des Kummers\u201c.<\/p>\n<p>Einer der fesselndsten Teile in diese \u00e4gyptischen Volkssage ist wie diese beiden Symbole zur j\u00e4hrlichen Flut in \u00c4ypten passen. Auset w\u00fcnscht sich, dass Ausar (hier: der Nil) aus seinem Koma erwacht und als Folge davon steigt der Nil durch ihre Tr\u00e4nen an.<\/p>\n<p>Auset (Isis) regeneriert daraufhin Ausar jedes Jahr mit ihren Tr\u00e4nen. Ihre Tr\u00e4nen sind blutrot wie das Flutwasser, da das Wasser als Folge der Regensaison in \u00c4thiopien aus dem Hochland dort stammt, wo es den herausgewaschenen Lehm mit sich f\u00fchrt. Daher repr\u00e4sentieren Ausets Tr\u00e4nene die rote Farbe des Wassers w\u00e4hrend der \u00dcberschwemmungszeit. Auset \u201eweint einen Flu\u00df\u201c. Die gl\u00e4ubigen Christen folgten derselben Tradition als sie ihre Marienstatuen mit roten Tr\u00e4nen darstellten, die aus ihren Augen flossen.<\/p>\n<p>Der Sage nach beendet Auset das Weinen um ihren Gef\u00e4hrten Ausar Mitte August, was bedeutet, dass Auset alle Tr\u00e4nen vergossen hat, die sie besa\u00df. Zu diesem Zeitpunkt hielten und halten die \u00c4gypter ein Fest ab, das die letzte Tr\u00e4ne der Auset kennzeichnet, und den h\u00f6chsten Flutstand darstellt. W\u00e4hrend dieser Feierlichkeiten werfen die \u00c4gypter ein Bild der Isis in die Wasser, um zu symbolisieren, dass Auset in ihren eigenen Tr\u00e4nen ertrank \u2013 im Nil selbst.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlichen zu den offiziellen Festlichkeiten, feiern die <em>Baladi-\u00c4gypter<\/em> ein j\u00e4hrliches Fest, dass Sietena Meriam (\u201c<em>Unsere liebe Frau Meriam<\/em>\u201d) genannt wird. Dies ist kein christliches Fest. Es dauert die typischen 8 Tage, beginnt am 15. August und endet am 16. Mesoree (22. August).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>11. Der Geburtstag Von Auset (Marias)<br \/>\n<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Die alten \u00c4gypter folgten dem sothischen Jahr, einer Periode von 365,25636 Tagen. Neben den Anpassungen, die man f\u00fcr die 0,00636 Tage pro Jahr gemacht hat (siehe Details im Anhang E unseres Buches: &#8220;\u00c4<em>gyptische Mystiker: Sucher des Weges&#8221;<\/em>), teilten die Alten \u00c4gypter das Jahr in 12 gleiche Monate und addierten 5 Extra-Tage (plus einen alle vier Jahre). Diese Extratage beginnen momentan am 6. September. In der \u00e4gyptischen Geschichte wurden f\u00fcnf Neteru (G\u00f6tter) an jedem der f\u00fcnf Tage geboren &#8211; Ausar (Osiris), Auset (Isis), Set (Seth), Heru Behdety (Apollo), und Het-Heru (Hathor).<\/p>\n<p>Die Geburt der Jungfrau Maria wird von der Kirche am 8. September gefeiert, der auch Ausets (Isis) Geburtstag ist, die als zweite der 5 Gottheiten in den 5 Extra-Tagen geboren wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>-&gt; 40 Tage nach Ausets (Marias) Geburtstag ist das \u00c4gyptische j\u00e4hrliche Pflanzfest. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>-&gt; 40 Tage nach der Aussat feierten\/feiern die \u00c4gypter das Letzte Abendmahl und den Verlust des Ausar (Osiris).<\/strong><\/p>\n<p>Und die Einhaltung der Zyklen geht weiter, um den Gleichlauf zwischen dem Unten (der Erde) und dem Oben (dem Himmel) beizubehalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>[Ein Auszug aus dem Buch &#8220;Die alten \u00e4gyptischen Wurzeln des Christentums&#8221;<\/strong><\/span><span style=\"color: #ff0000;\"><strong> von Moustafa Gadalla]<\/strong><\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/cover-aerx-225x338-225x338.jpg\" alt=\"Die alt\u00e4gyptischen Wurzeln des Christentums, 2. Hg.\" \/><\/p>\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Alten \u00c4gyptischen\/Christlichen Feiertage &nbsp; 1. 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