{"id":9628,"date":"2019-03-04T15:41:46","date_gmt":"2019-03-04T20:41:46","guid":{"rendered":"https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/mathematik-und-numerologie\/"},"modified":"2023-01-07T15:12:00","modified_gmt":"2023-01-07T20:12:00","slug":"mathematik-und-numerologie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/sv\/mathematik-und-numerologie\/","title":{"rendered":"Mathematik Und Numerologie"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Mathematik Und Numerologie<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die alten \u00c4gypter waren die beiden prim\u00e4ren Zahlen die 2 und die 3. Ausnahmslos alle Ph\u00e4nomene sind ihrer Natur nach polar und ihrem Prinzip nach dreifach. Daher sind die Zahlen 2 und 3 die einzigen prim\u00e4ren Zahlen von denen sich die anderen Zahlen ableiten.<\/p>\n<p>Zwei symbolisiert die Kraft der Mannigfaltigkeit \u2013 das weibliche, wandelbare Gef\u00e4\u00df, w\u00e4hrend die Drei das M\u00e4nnliche symbolisiert. Dies war die Sph\u00e4renmusik \u2013 die universellen Harmonien, die zwischen diesen ersten weiblichen und m\u00e4nnlichen universellen Symbolen von Osiris und Isis gespielt wurden, deren himmlische Hochzeit das Horuskind hervorbrachte. Plutarch best\u00e4tigte dieses \u00e4gyptische Wissen in seiner <em>\u201eMoralia, Band 5\u201c:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><em>\u201eDrei (Osiris)\u00a0 ist die erste perfekte ungerade Zahl: Vier ist ein Quadrat, dessen Seite die gerade Zahl Zwei (Isis) ist; aber F\u00fcnf (Horus) ist in gewisser Weise seinem Vater \u00e4hnlich und in einigen Dingen seiner Mutter, da die F\u00fcnf aus der Drei und der Zwei gemacht wurde \u2026\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Bedeutung der beiden prim\u00e4ren Zahlen 2 und 3 (wie sie durch Isis und Osiris dargestellt werden) wurde von Diodor von Sizilien deutlich dargelegt [<em>Buch I<\/em>, 11. 5]:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><em><span lang=\"DE\">\u201eDiese beiden Neter (G\u00f6tter) verwalten und regulieren das gesamte Universum und geben allen Dingen sowohl Nahrung als auch Wachstum \u2026\u201c<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p>In der belebten Welt des alten \u00c4gyptens, bezeichneten Zahlen nicht einfach Mengen, sondern sie wurden stattdessen als konkrete Definitionen von energetischen Gestaltungsprinzipien der Natur angesehen. Die \u00c4gypter nannten diese energetischen Prinzipien Neteru (G\u00f6tter, G\u00f6ttinnen).<\/p>\n<p>F\u00fcr \u00c4gypter waren Zahlen nicht einfach nur ungerade und gerade. Auf diese belebten Zahlen des Alten \u00c4gyptens bezog sich Plutarch in seiner <em>Moralia Band V<\/em>, als er das \u00e4gyptische 3-4-5 Dreieck beschrieb:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><em>\u201eDie Senkrechte kann daher mit dem M\u00e4nnlichen verglichen werden, die Basis mit dem Weiblichen und die Hypotenuse mit dem Kind von beiden, und so kann man Osiris als Ursprung, Isis als Empfangende und Horus als perfektioniertes Ergebnis ansehen.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Lebendigkeit und die Wechselwirkungen zwischen diesen Zahlen zeigen, dass sie m\u00e4nnlich und weiblich, aktiv und passiv, vertikal und horizontal, &#8230; usw. sind. Die g\u00f6ttliche Bedeutung der Zahlen wurde in den alt\u00e4gyptischen Traditionen durch Seshat (\u201eDie Z\u00e4hlerin\u201c) personifiziert. Die Netert (G\u00f6ttin) Seshat wird auch beschrieben als: Herrin der Schriften, Schriftgelehrte, Leiterin des Hauses der Heiligen B\u00fccher (Archive), Herrin der Bauherren.<\/p>\n<p>Seshat ist eng verbunden mit Thoth (Tehuti) und wird als sein weibliches Gegenst\u00fcck betrachtet.<\/p>\n<p>Das \u00e4gyptische Konzept der Zahlensymbolik wurde sp\u00e4ter im Westen durch und von Pythagoras [ca. 580-500\u00a0 v. Chr.] bekannt. Es ist eine bekannte Tatsache, dass Pythagoras im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung etwa 20 Jahre lang in \u00c4gypten studierte.<\/p>\n<p>Pythagoras und seine unmittelbaren Nachfolger hinterlie\u00dfen keine ihrer eigenen Werke. Doch die westliche Wissenschaft schrieb ihm und den sogenannten <em>Pythagor\u00e4ern<\/em>, eine endlose Liste der wichtigsten Errungenschaften zu. Ihr wurde von der westlichen Wissenschaft eine Art Blankoscheck ausgestellt.<\/p>\n<p>Pythagoras und seine Anh\u00e4nger sollen die Zahlen als g\u00f6ttliche Konzepte betrachtet haben, als Ideen des Gottes, der ein Universum von unendlicher Vielfalt und befriedigender Ordnung gem\u00e4\u00df einem numerischen Muster geschaffen hatte. Die gleichen Prinzipien wurden mehr als 13 Jahrhunderte vor Pythagoras Geburt in der \u00dcberschrift eines \u00e4gyptischen Papyrus (bekannt als das <em>Mathematische Papyrus<\/em> <em>Rhind <\/em>[1848-1801 v. Chr.]) aufgef\u00fchrt, welches verspricht:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong><em>\u201cRegeln f\u00fcr das Erkunden der Natur und das Wissen von allem, was existiert, jedem Mysterium, jedem Geheimnis.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es ist sehr klar, dass die alten \u00c4gypter an die Zahlen geglaubt und die Regeln f\u00fcr die Zahlen und ihre Wechselwirkungen (so genannte Mathematik) als Grundlage f\u00fcr &#8220;alles Bestehende&#8221; aufgestellt haben.<\/p>\n<p>Alle Gestaltungselemente der \u00e4gyptischen Kunst und Bauwerke (Dimensionen, Proportionen, Zahlen, &#8230; usw.) basierten auf der \u00e4gyptischen Zahlensymbolik, wie der alt\u00e4gyptische Name f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Tempel \u00c4gyptens, n\u00e4mlich dem Karnaktempel-Komplex <strong><em>\u201eApet \u2013sut\u201c,<\/em><\/strong> was <em>\u201eZ\u00e4hler der Orte\u201c<\/em> bedeutet. Der Name des Tempels spricht f\u00fcr sich selbst. Baubeginn dieses Tempels war im Mittleren Reich, ca. 1971 v. Chr., danach wurde kontinuierlich w\u00e4hrend der n\u00e4chsten 1.500 Jahre angebaut. [Weitere Informationen \u00fcber die Zahlen und ihre Bedeutung finden Sie in den B\u00fcchern <em>\u201eDie \u00e4gyptische Kosmologie: Das belebte Universum\u201c<\/em> und <em>\u201eDie \u00e4gyptische Metaphysische Architektur\u201c<\/em> von Moustafa Gadalla.]<\/p>\n<p>Hinsichtlich der heutigen begrenzten Anwendung des Themas &#8220;Mathematik&#8221; bezeugt die Perfektion der alt\u00e4gyptischen Denkm\u00e4ler ihr \u00fcberlegenes Wissen. Als Einstieg hatten die \u00c4gypter ein System von Dezimalzahlen, mit einem Zeichen f\u00fcr 1, ein anderes f\u00fcr 10, 100, 1000 und so weiter. Beweise vom Beginn der 1. Dynastie (2575 v. Chr.) zeigen, dass die Schreibweise bis zum Zeichen f\u00fcr 1.000.000 bekannt war. Sie verwendeten Addition und Subtraktion. Die Multiplikation \u00a0&#8211; mit Ausnahme der einfachsten F\u00e4lle, in denen eine Zahl entweder verdoppelt oder mit zehn multipliziert werden musste &#8211; beinhaltete einen Prozess der Verdoppelung und Addition, was \u00fcbrigens die Funktionsweise eines Computers ist. Unsere Multiplikationstabellen beruhen vollkommen auf dem Auswendiglernen und sonst gar nichts und k\u00f6nnen keineswegs als eine menschliche Leistung betrachtet werden. Der Computerprozess ist einfacher, genauer und schneller, wie wir alle wissen.<\/p>\n<p>Akademiker ignorieren das Wissen, das in die zahlreichen alt\u00e4gyptischen Arbeiten eingebettet ist. Sie wollen sich nur auf einige wiederentdeckte alt\u00e4gyptische Papyri beziehen, die aus einem Papyrus des Mittleren Reiches und einigen Fragmenten anderer \u00e4hnlicher Texte stammen. Das Studium der Mathematik begann lange bevor die gefundenen &#8220;mathematischen&#8221; Papyri geschrieben wurden. Diese gefundenen Papyri stellen keine mathematische Abhandlung im modernen Sinne dar, das hei\u00dft, sie enthalten keine Regelwerke f\u00fcr den Umgang mit Problemen verschiedener Art, sondern pr\u00e4sentieren lediglich eine Reihe von Tabellen und Beispielen, die mithilfe von Tabellen erstellt wurden. Die vier am h\u00e4ufigsten zitierten Papyri sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Der &#8220;Mathematische\u201c <em>Papyrus Rhind<\/em> (jetzt im Britischen Museum) ist eine Kopie eines \u00e4lteren Dokuments aus der Zeit des K\u00f6nigs Nemara (1849-1801 v. Chr.) aus der 12. Dynastie. Er enth\u00e4lt eine Reihe von Beispielen, denen akademische \u00c4gyptologen die Seriennummern 1-84 gegeben haben.<\/li>\n<li>Der &#8220;Mathematische&#8221; Papyrus Moskau (im Museum der Sch\u00f6nen K\u00fcnste von Moskau) stammt ebenfalls aus der 12. Dynastie. Er enth\u00e4lt eine Reihe von Beispielen, denen akademische \u00c4gyptologen die Seriennummern 1-19 gegeben haben. Vier der Beispiele sind geometrischer Art.<\/li>\n<li>Papyrus Kahun (nur fragmentarisch erhalten)<\/li>\n<li>Der Papyrus Berlin 6619, der aus vier Fragmenten besteht, die unter den Nummern 1-4 reproduziert wurden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Unten ist eine Zusammenfassung der Inhalte des &#8220;Mathematischen Papyrus&#8221; Rhind<\/p>\n<ul>\n<li>Arithmetik<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; Division von verschiedenen Zahlen<br \/>\n&#8211; Multiplikation von Bruchzahlen<br \/>\n&#8211; L\u00f6sungen von Gleichungen ersten Grades.<br \/>\n&#8211; Division von Gegenst\u00e4nden in ungleiche Proportionen<\/p>\n<ul>\n<li>Messungen<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; Volumen und Rauminhalt von zylindrischen Beh\u00e4ltern und Rhomben<\/p>\n<ul>\n<li>Fl\u00e4cheninhalte von:<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; Rechteck<br \/>\n&#8211; Kreis<br \/>\n&#8211; Dreieck<br \/>\n&#8211; trunkiertes Dreieck<br \/>\n&#8211; Trapez<\/p>\n<ul>\n<li>B\u00f6schungs- oder Neigungswinkel einer Pyramide und eines Kegels.<\/li>\n<li>Gemischte Berechnungsprobleme:<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">&#8211; St\u00fcckelung arithmetischer Reihen.<br \/>\n&#8211; Geometrische Progression.<\/p>\n<p><strong>Andere mathematische Berechnungen, die aus anderen Papyri bekannt sind, beinhalten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Quadrate und Quadratwurzeln von Mengen mit einfachen Br\u00fcchen [Berlin 6619].<\/li>\n<li>L\u00f6sung von Gleichungen zweiten Grades [Berliner Papyrus 6619].<\/li>\n<li><strong>Es ist zu beachten, dass der Papyrus Rhind zeigt, dass die Berechnung der Neigung der Pyramide [Rhind Nr. 56-60] die Prinzipien eines viereckigen Dreiecks verwendet, das <em>Der Satz des Pythagoras<\/em> genannt wird. Dieser \u00e4gyptische Papyrus ist datiert auf Tausende von Jahren, bevor Pythagoras jemals \u00fcber diese Erde ging.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser Satz besagt, dass das Quadrat der Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks gleich der Summe der Quadrate der beiden anderen Seiten ist. Plutarch erkl\u00e4rte die Beziehung zwischen den drei Seiten des rechtwinkligen Dreiecks 3: 4: 5, die er (wie alle Menschen seiner Zeit) das \u201eOsiris\u201c-Dreieck nannte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>[Ein Auszug aus dem Buch &#8220;Die alt\u00e4gyptische Kultur enth\u00fcllt&#8221;, zweite Ausgabe <\/strong><\/span><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>von Moustafa Gadalla]<\/strong><\/span><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/product\/die-altaegyptische-kultur-enthuellt-zweite-ausgabe\/<\/strong><\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/books2read-prod.s3.amazonaws.com\/CACHE\/images\/ubl_book_images\/book_display_image_O86JnpN\/eb075e036c0853fe0676b7d60fb6e458\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>https:\/\/egyptianwisdomcenter.org\/product\/die-altaegyptische-kultur-enthuellt-zweite-ausgabe\/<\/strong><\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mathematik Und Numerologie &nbsp; F\u00fcr die alten \u00c4gypter waren die beiden prim\u00e4ren Zahlen die 2 und die 3. 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